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ThyssenKrupp Testturm - Auflagen zur Beleuchtung

Die JVA ist direkt oberhalb des Neckartals bzw. an dessen Rand geplant und soll nachts beleuchtet werden. Das Neckartal ist ein wichtiger Vogelzugkorridor. Der Testturm, der sich in ähnlicher Position, nur auf der anderen Talseite befindet, hat daher bzgl. der Beleuchtung Auflagen. Diese sind in Paragraph 3 des Städtebaulichen Vertrags zu Turm geregelt:

Paragraph 3 Beleuchtung des Testturms

Der Vorhabenträger verpflichtet sich, auf eine direkte Beleuchtung des Testturmes, das heißt auf ein Anstrahlen von außen, zu verzichten. Ausgenommen hiervon sind die erforderliche Beleuchtung zur Flugsicherung sowie die Beleuchtung der Besucherterrasse sowie die grundsätzlich nach dem Bebauungsplan zulässigen Beleuchtungsmöglichkeiten des Grundstücks. Die Beleuchtung innerhalb des Testturmes im Rahmen der zweckgebundenen Nutzung unterfällt keiner Beschränkung. Eine darüber hinausgehende Beleuchtung des Testturms ist unter den folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Die Außenfassade wird indirekt, dass heißt durch Lichtquellen, die zwischen dem Turmschaft und der Membranfassade angebracht werden, angestrahlt.
  2. Die Lichtstärke von 3.000 cd pro m² wird nicht überschnitten.
  3. In den tiefen Nachtstunden von 1 Uhr bis 5 Uhr ist eine Beleuchtung nicht zulässig.
  4. In den Haupt-Vogelzugzeiten vom 15. Februar bis zum 15. Mai und vom 1. September bis zum 31. Oktober ist die Beleuchtung in der Zeit von einer Stunde nach der einsetzenden astronomischen Nacht bis 5 Uhr morgens abzuschalten.
  5. Bei schlechter Sicht von unter 100 m im Bereich des Testturms ist ganzjährig zum Vogelschutz die Beleuchtung abzuschalten. Der Vorhabenträger hat die Abschaltung durch visuelle oder instrumentelle Bestimmung der Sichtweite jederzeit sicherzustellen.

Eine Beleuchtung der JVA würde diese Auflagen ad absurdum führen.