Infotafeln im Naturschutzgebiet

Über den Winter wurden an verschiedenen Stellen diese Informationstafeln aufgestellt:

Infoblatt zum Bürgerentscheid

Die ersten Anzeichen gibt es schon: es wird so kommen, wie von uns hier vorhergesagt.

 

"Acker ist keine Natur!"

 

Staatsrätin Gisela Erler (Grüne) am 15.09.15 in der Stadthalle Rottweil.

 

Wie passt das denn hierzu?

Demonstration der Knastmauer

Demonstration der Knastmauer

Die Höhe von 5.5 m lässt sich darstellen. Die komplette Länge um die JVA muss man sich vorstellen.

Februar 2016: es ist beschlossen, dass die JVA wie in Offenburg von einer Betonmauer umgeben werden wird.

Kein guter Tag für's Esch

etc.

Fernsehbeitrag

in "Zur Sache Baden-Württemberg" am 10.09.15

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kürzlich entdeckt

Flyer der Stadt Rottweil

Stellungnahme zum derzeitigen Planungsstand für ein Großgefängnis am Standort „Esch“/Stadt Rottweil

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) macht in Bezug auf den vorgeschlagenen Standort „Esch“ bei Rottweil auf folgende Aspekte aufmerksam. Die meisten Punkte sind schon in früheren Stellungnahmen, die für die anerkannten Naturschutzverbände bereits im früheren Verfahren zu einer deutlichen Ablehnung dieses Standorts geführt haben, formuliert und müssen in der aktuellen, ökologisch akzentuierten Raumordnungspolitik noch negativer bewertet werden.

Der BUND präzisiert:

  • Erklärtes landespolitisches Ziel ist es, den Flächenverbrauch zu mindern. Dem widerspricht ein Vorhaben dieser Größenordnung im Außenbereich.
    Besonders Landesprojekte, die nicht der kommunalen Planungshoheit
    unterworfen sind, müssen diesem Anspruch genügen und Eingriffe in bisher
    intakte landwirtschaftliche Flächen bei gegebenen Alternativen vermeiden.
    Dem Bodenschutz muss, gerade da sich für die Zukunft eine immer größere
    Konkurrenz um knappe landwirtschaftliche Fläche abzeichnet, eine hohe
    Priorität eingeräumt werden.
  • Im Esch würde ein neuer Baukomplex entstehen, der über direkte Naturzerstörung, Zerschneidung und Versiegelung hinaus eine Vielzahl weiterer Eingriffe nach sich ziehen würde, so z.B. Straßen, Parkplätze, Entwässerung, Klärwässer und aus Sicherheitsgründen dauerhaft beleuchtete Anlagen. Dies ist besonders gravierend, denn das Planungsgebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu hochwertigsten Schutzgebieten. Es ist zu befürchten, dass insbesondere die Lichtemissionen zu erheblichen Irritationen bei nachtaktiven Insekten führen. Deshalb sind negative Auswirkungen auf die angrenzenden Schutzgebiete und deren vielfältigen Beziehungen innerhalb eines Ökosystems zu befürchten.
    Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass eine weitaus größere Pufferzone gewahrt sein muss zwischen hochwertigen Schutzgebieten und derart großen Eingriffen in den Naturhaushalt. Der geplante Abstand ist hier nicht ausreichend. Es ist auch nicht damit getan, die Bauanlage „nett einzugrünen“, die Schäden sind damit nicht zu mindern, bestenfalls optisch zu kaschieren.

Wir haben im Juni 2012 bereits darauf hingewiesen, dass wir die Bewertungsmatrix im Bezug auf das Schutzgut Boden in Frage stellen. Die Nutzung von vorhandenen Konversionsflächen und bereits vorgeschädigter Böden muss in der Bewertung erheblich stärker berücksichtigt werden. Dies würde bedeuten, dass der Standort Meßstetten dem Standort Rottweil/Esch vorzuziehen wäre. Das hätte auch den Vorteil, dass die dortige Region, die in weit höherem Maße als Rottweil vom Bevölkerungsrückgang bedroht ist, sich stabiler entwickeln könnte.

Nach Auffassung des BUND ergibt sich aus den dargestellten Punkten, dass der Standort „Esch“ nicht geeignet ist für das geplante große Bauvorhaben.

Für den Vorstand des BUND Regionalvorstandes Schwarzwald- Baar-Heuberg

(Ulrike v. Kutzleben-Hausen)

Soll hier wirklich ein Großgefängnis entstehen?

Zum Vergleich der Ausmaße

Der geplante Flächenbedarf des JVA-Geländes beträgt 120.000 qm. Das entspricht 1.200 ar oder 12 ha oder 17 Fußballfeldern.

Ein Quadrat mit 346 m x 346 m Kantenlänge hat knapp den Flächeninhalt von 120.000 qm. Ein solches Quadrat ist unten in einen Stadtplan von Rottweils Kernstadt eingezeichnet. Eine JVA dieses Ausmaßes soll nach dem Willen der Stadtverwaltung und der Mehrheit des Gemeinderates zwischen einem Wasserschutzgebiet, das über das Wasserwerk Neckarburg zwölf Ortschaften versorgt, dem Naturschutzgebiet Neckarburg und dem FFH-Natura-2000-Schutzgebiet (Landschaftsschutzgebiet) errichtet werden.

Bei dem geplanten Flächenbedarf ist die notwendige Zufahrtsstraße für Busse und LKW nicht eingerechnet.